Dach und Dachrinnen

Das Dach ist im Winter besonderen Belastungen ausgesetzt. Laub und Schmutz in Dachrinnen können zu Eisbildung führen, die das Ablaufsystem blockiert und Wasser unter die Dacheindeckung treibt. Empfehlenswert ist eine Reinigung der Dachrinnen im Oktober oder November, bevor die erste Frostphase einsetzt.

Dachabdichtungen sollten auf sichtbare Schäden überprüft werden. Risse oder verschobene Ziegel können zu Feuchteintritt führen, der sich im Frost erheblich verstärkt. Bei Flachdächern ist die Überprüfung der Entwässerungsöffnungen besonders wichtig.

Heizungsanlage

Vor Beginn der Heizsaison empfiehlt es sich, die Heizungsanlage durch eine Fachkraft warten zu lassen. Dabei werden Heizkessel, Pumpen und Thermostatventile überprüft. Luft in den Heizkörpern mindert die Wärmeleistung; das Entlüften ist eine einfache Maßnahme, die Bewohner selbst durchführen können.

Der Hydraulische Abgleich einer Heizungsanlage – die Einstellung der Durchflussmengen je nach Raumgröße und Wärmebedarf – ist eine Maßnahme, die nach den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) in bestimmten Fällen verpflichtend ist und die Energieeffizienz verbessert. Informationen dazu bietet die Deutsche Energie-Agentur (dena).

Frost an einem Fenster

Frost an Fensterscheiben ist ein früher Indikator für mangelnde Wärmedämmung oder undichte Fensterrahmen. Foto: Wikimedia Commons.

Fenster und Türen

Undichte Fenster und Türrahmen sind eine häufige Ursache für Zugluft und Wärmeverlust. Eine einfache Prüfung: Kerzenflamme entlang der Rahmenränder halten – flackert sie, liegt Zugluft vor. Dichtungsbänder aus Schaumstoff oder Gummi lassen sich bei undichten Stellen nachrüsten.

Besonders bei älteren Gebäuden mit Einfachverglasung ist das Anbringen von temporärem Isolierfolienmaterial eine kostengünstige Überbrückungsmaßnahme. Eine dauerhaftere Lösung ist der Austausch gegen Fenster mit Mehrfachverglasung.

Kellerräume und Technikräume

Kelleraußenabgänge und Lichtschächte sollten auf Wasseransammlungen überprüft werden, da eindringendes Wasser bei Frost erhebliche Druckkräfte auf Mauerwerk ausübt. Kelleraußentüren sollten dicht schließen; bei Undichtigkeiten helfen Türbodendichtungen oder neue Dichtungsprofile.

Außenwasserhähne und Gartenleitungen

Außenwasserhähne und Gartenbewässerungsleitungen gehören zu den am häufigsten frost-geschädigten Komponenten eines Hauses. Vor dem ersten Frost sollten alle Außenwasserhähne über das Innenabsperrventil gesperrt und durch einen Auslasshahn entleert werden. Gartenschläuche sollten vollständig entleert und trocken eingelagert werden.

Quellen